
Bericht 9 vom 16. August 2011
Liebe Gemeinde in Gau-Algesheim, Letzten Sonntag war ich Gast bei der Philippinischen Gemeinde. Ich habe einen wunderbaren Gottesdienst mit viel Musik miterlebt. Anschließend gab es wie hier üblich ein Mittagessen-Buffet. Danach lauschten alle interessiert meinen Ausführungen über Deutschland, die EKHN und natürlich waren die Fotos von unserer Kirchengemeinde von größtem Interesse.
Nun steht noch eine Kirchenführung in der Riverside Church auf meinem
Programm.
Es war eine tolle Zeit, aber nun ist es genug.
Auf ein baldiges und frohes Wiedersehen!
Bericht 8 vom 04. August 2011
Meine letzten 4 Wochen Studienaufenthalt verbringe ich in Queens, New York. Ich wohne bei Joan Barnes, einem Gemeindeglied und Besitzerin eines feinen Fischrestaurants, wo ich oft esse.
Hier stehe ich an der Brooklyn Bridge mit Blick auf Manhattan
Einige Damen aus der Gemeinde nahmen mich zu Kirchenbesichtigungen in
Manhattan mit. Bericht 7 vom 02. August 2011 Liebe Gemeinde,
inzwischen habe ich die letzte Etappe meines Studienaufenthalts erreicht:
Natürlich habe ich schon auf dem Times Square gestanden und bin auf dem
berühmten Broadway gelaufen. Liebe Grüsse an alle und Gottes Segen wünscht von Herzen Pfrin. U. Hassinger Bericht 6 vom 25. Juli 2011 Liebe Gemeinde, seit Mittwoch 20.7. bin ich in New York und wohne im Stadtteil Queens. Meine neue Gastgeberin ist eine feine Dame von 81 Jahren. Sie und ihr Sohn besitzen ein Fischrestaurant der gehobenen Klasse namens London Lennie's, wo ich fast jeden Tag fürstlich verköstigt werde. Am Sonntag habe ich meine ersten beiden Gottesdienste besucht, ein aufgelockerter mit einer Musikband und einer, der gemeinsam in einer episkopalen Kirche gefeiert wurde. Dieser hatte mehr Ähnlichkeit mit unserer Liturgie, mehr noch mit der katholischen. Anschließend auch hier: Beisammensein im Gemeindesaal. Wegen der großen Hitzewelle gab es Eis und Eistee. Auch leben einige Deutsche in der Gemeinde, die vor 40 oder 50 Jahren ausgewandert sind und froh waren, eine Deutsche zu treffen. Sogar eine alte Dame, die aus Deutschland emigrierte und im Hospiz liegt, hat um meinen Besuch bitten lassen. Die werde ich natürlich gerne besuchen und hoffe, ihr eine Freude machen zu können. Mein neuer Pfarrer hier hat eine Liste erstellt, was alles interessant für mich sein könnte und in der Gemeinde gefragt, wer mich vielleicht zu irgendetwas mitnehmen und mir zeigen möchte. Mal sehen, ob liebe Menschen mich einladen, ein Stückchen New York kennen zu lernen. Leider kann ich momentan keine Fotos schicken, denn ich habe mit meinem eigenen Laptop keinen Internetzugang. Sobald es möglich ist, berichte ich wieder mit Bild. Liebe Grüsse an alle in meiner lieben Heimatgemeinde. Ich kriege immer mehr Heimweh und freue mich schon auf zuhause! Ursula Hassinger Bericht 5 vom 22. Juli 2011 Ihr Lieben, ich bin inzwischen gut in NYC angekommen und wohne bei einer sehr netten Dame im Stadtteil Forest Hills in Queens. Sie betreiben ein Fischrestaurant der gehobenen Klasse www.londonlennies.com und ich werde lukullisch verwöhnt! Mit dem Internet gibt es Probleme, so dass ich momentan nur im Büro des Restaurants mailen kann, wenn ein Büroplatz frei ist. Mein neuer Pfarrer ist auch sehr nett, die neue Gemeinde lerne ich am Sonntag kennen. Die Gemeinde betreibt ein Ferienprogramm für Kinder und sie haben das Thema Länder der Welt oder so und da kam ich als Botschafterin aus Deutschland gerade recht. Ich werde dann entsprechende Bilder heraussuchen, die für Kinder interessant sind und über das Leben deutscher Kinder erzählen. Ansonsten bin ich mehr Beobachter - und ich genieße es, nicht alles machen zu müssen und nicht verantwortlich zu sein. Für eine Weile ist das ein schönes Leben! Aber ich glaube, nach weiteren 4 Wochen werde ich genug davon haben und freue mich auf meine Arbeit und meine Leute in Gau-Algesheim. Noch habe ich keinen Stadtplan von Queens finden können, den werde ich sicher brauchen, bevor ich mich weit aus dem Haus wage und mich fürchterlich verirren würde. Außerdem sind heute über 100 Grad F, das ist backofenheiß und keiner, der nicht muss, geht aus den klimatisierten Räumen raus. Ich freue mich schon auf Besuche downtown Manhattan, aber das verschiebe ich auf später. Sobald ich kann, melde ich mich wieder. Leider kann ich hier keine Fotos verschicken. Liebe Grüsse an alle und an die ganze Gemeinde. Ich hoffe sehr, man vermisst mich? Oder wenigstens die meisten? Ursula Hassinger Bericht 4 vom 18. Juli 2011 Liebe Gemeinde, liebe Freunde zuhause, mein Studienaufenthalt ist weiterhin interessant und informativ. Mein Mann und Carolin waren für 2 Wochen bei mir und wir haben eine schöne Zeit zusammen verbracht. Es tat so gut, die Familie bei mir zu haben. Drei Monate können doch sehr lang sein!
Vielen Dank für alle Eure e-mails von zuhause. Diese Verbindung ist
lebensnotwendig für mich! Meine Gemeinde in Fairmount plant eine Reise nach Deutschland im nächsten Jahr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich dann für die amerikanische Gastfreundschaft revanchieren könnte. Alle haben sich sehr für meine Fotos aus Gau-Algesheim interessiert und viele Fragen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen gestellt. Es wäre schön, wenn einige von ihnen deutsche Kirchen und deutsche Kultur erleben könnten. In meinem letzten Gottesdienst in der Fairmount Kirche wurde ich sehr herzlich verabschiedet und ich bekam einen großen Gebets-Quilt geschenkt. Was das ist, erzähle ich aber erst, wenn ich zurück komme..... Am Mittwoch dem 20.7. fahre ich mit dem Bus nach New York City. Dort werde ich von meiner zweiten Gemeinde empfangen und bekomme wohl ganz andere Eindrücke vom kirchlichen Leben in der Großstadt. Ich bin schon sehr gespannt auf die dritte und letzte Phase meines Studienaufenthalts. Sobald es mir möglich ist, werde ich mich wieder melden. Bis dahin, liebe Grüße nach Old Germany von Ursula Hassinger
Das ist "mein" Pfarrer, Reverend Gary Ferner
Die Familie zu Besuch USA, einmal bei
einer Bootsfahrt auf den Fingerlakes, einmal in Buffalo bei den
Niagarafällen. Bericht 3 vom 06. Juli 2011 Liebe Mitchristen, wie bereits angekündigt schreibe ich heute noch ein paar Zeilen über DAS Thema, welches hier im Staat New York zurzeit heiß diskutiert wird. Der Senat hat vor gut einer Woche darüber abgestimmt, dass gleichgeschlechtliche Paare hier ab sofort die Ehe schließen dürfen. Die Abstimmung ging ziemlich knapp aus und nur weil 3 oder 4 der konservativen Senatoren auch dafür votiert haben.
Auch in allen Kirchen gibt es seitdem nur noch dieses Gesprächsthema: Ist es
richtig, dass homosexuelle Paare heiraten dürfen? Und wie sollen christliche
Gemeinden sich verhalten, wenn jetzt wirklich eine Anfrage zur Trauung in
einer Kirche kommt? Die United Church of Christ, zu der auch meine Gemeinde
gehört, ist grundsätzlich sehr liberal eingestellt und begrüßt das neue
Gesetz von ganzem Herzen. Aber auch hier gibt es Unbehagen, Bedenken und
offenen Widerstand gegen die gleichgeschlechtlichen Eheschließungen. Mein
Pfarrer Gary Ferner hat am vergangenen Sonntag seine Predigt dem Umgang mit
Homosexuellen und anderen Randgruppen gewidmet. Man konnte in der Kirche die
Spannung körperlich spüren. Er vertritt seine persönliche Meinung immer sehr
offen und er begrüßt die Möglichkeit der Eheschließung für alle Paare,
unabhängig von der sexuellen Orientierung, von ganzem Herzen. Er nannte sie
in einer Reihe von anderen positiven Entwicklungen, z.B. die Abschaffung der
Sklaverei, der Kampf für die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und
Weißen, das Wahlrecht für Frauen. Noch bevor er zum Ende seiner Predigt kam,
wurde es unruhig in der Kirche. Ein Mann stand auf und erkundigte sich laut,
ob er der einzige sei, der mit dieser liberalen Predigt nicht einverstanden
sei und er forderte die Gemeinde auf, mit ihm die Kirche zu verlassen.
Betretene Stille. Dann verließ er mit seiner Frau die Kirche und knallte die
Tür zu. Alle anderen blieben sitzen, aber nach dem Gottesdienst gab es heiße
Diskussionen. Auch in der darauf folgenden Woche beschäftigte dieses Thema
die Gemeinde. Einige freuten sich für die gleichgeschlechtlichen Paare, die
nun einen Schritt weiter sind auf dem Weg zur gesellschaftlichen
Anerkennung. Andere wollen sich gar nicht damit befassen und vermeiden das
Gespräch oder nur den Gedanken daran. Einige kamen zum Pfarrer und baten ihn
um ein Gespräch, wie sie mit dem Thema umgehen können. Alle waren erstaunt,
als ich ihnen sagte, dass die Eheschließung bei uns in Deutschland schon
längere Zeit möglich ist und dass dieses Thema in meiner Gemeinde gar nicht
so im Gespräch ist. Aber, liebe Mitchristen, wie würden wir uns verhalten,
wenn in unserer Gau-Algesheimer Kirche eine Trauung zwischen zwei Männern
oder zwischen zwei Frauen stattfinden sollte? Könnten wir uns darüber freuen
und Gott loben, der Liebe auch zwischen dem gleichen Geschlecht wachsen
lässt? Oder würden wir lieber den Kopf in den Sand stecken und nichts mit
der Angelegenheit zu tun haben? Wären wir bereit, uns dem Thema zu stellen
und darüber ernsthaft nachzudenken? 2. Bericht vom 24.06.2011
Foto von meiner Kirche Liebe Gemeinde,
ich habe mich schon sehr gut hier eingelebt und bekomme immer mehr Einblicke
in das kirchliche Leben und in das amerikanische Lebensgefühl überhaupt. Es
geht hier viel mehr als bei uns ums Geld, in den Kirchen und auch in der
amerikanischen Gesellschaft. Gut ist es, wenn man genug davon hat!
Foto von mir und meiner Gastgeberin Becky West
Das Foto zeigt mich bei einem Besuch der hiesigen Kirchenleitung mit Rita
Roots, der Vorsitzenden der New York Conferenceder United Church of Christ
(vergleichbar mit der Position unseres Kirchenpräsidenten der EKHN).
Liebe Gemeinde, liebe Freunde, An alle ganz liebe Grüße von Ihrer Pfarrerin Ursula Hassinger. P.S. Wenn Sie wissen wollen, was ich mache und erlebe, dann schauen Sie regelmäßig in unsere Homepage und kommen Sie am nächsten Sonntag wieder in den Gottesdienst. Dann erfahren Sie mehr.
|
|
| zurück |
|