Die Bibelfrauen

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 "Frauen in der Bibel"

 

Seit 15 Jahren treffen sich an einem oder mehreren Abenden im November mal viele, mal wenige Frauen im Gemeindehaus, um gemeinsam über eine weibliche Gestalt aus der Bibel nachzudenken.  Wir haben in diesen langen Jahren viel über die Lebensumstände - nicht nur von Frauen - vor 1000 oder 2000 Jahren mit dem Glauben, den  Werten und Rechtsauffassungen gelernt. Wichtig ist immer, nicht nur die "Geschichte" zu betrachten, sondern sie auch mit all ihren Facetten mit unserem Leben in Verbindung zu bringen; zu sehen, wie gehen wir heute mit Recht und Unrecht um; was bedeutet Glaube für uns; hilft uns heute die Frau von damals? Viele von uns - Besucherinnen und Vorbereitungsteamfrauen - haben hier überhaupt erst gelernt über Glauben zu sprechen.

Einige Abende brachten uns Schlagworte, z.B. "Marienstündchen", die uns noch immer begleiten, uns manchmal schmunzeln lassen. Viele namenlose Frauen bekamen bei uns ein Gesicht.

Hin und wieder kommt es auch vor, dass eine Frau nicht sofort "an uns geht", man sie sich erobern muss. Aber immer gehen wir  erfüllt und zufrieden nach Hause und hoffen unsere Besucherinnen auch.  

Ja, unsere Besucherinnen - die meisten kommen seit vielen Jahren - sie wissen, dass sie bei uns nichts machen müssen, sie können sich einlassen, sie können alles sagen, sie brauchen die Bibel nicht zu kennen, sie können singen und beten und  den Abend in der Gemeinschaft genießen mit den Anregungen für Geist und Sinne!

Angefangen hat alles 1992 mit der Suche von  Doris Scheld nach Mitstreiterinnen für ein Angebot speziell für Frauen, nahe liegendes Thema: Gespräche über biblische Frauen. Gefunden haben sich damals Renate Fleischer, Karin Eiserfey, Heide Ebert, und Barbara Jordans, später kamen dazu je nach zeitlichen Möglichkeiten Eva Ecker, Gertrud Kirsch, Martina Börner, Gudrun Daab, Rosemarie Plantholz, regelmäßig seit einigen Jahren ist dabei Christa Ries. Als 2003 unser "Motor" Doris Scheld mit ihrem Mann Gau-Algesheim verließ, gab es keinen Augenblick des Überlegens, ob wir unsere Abende fortsetzen, allerdings beschränkten wir uns auf eine Veranstaltung pro Jahr.

Die Vorbereitungen sind nicht immer ganz leicht. Manchmal sind wir ganz begeistert von einer Frau, aber was sagt sie uns heute?

Wo sind Parallelen? Über was kommen wir ins Gespräch? Wenn wir drei Treffen zur Vorbereitung brauchen,  verstehen die Besucherinnen unsere Gedankengänge ohne überlange Erklärungen?

Trotzdem hatten wir bisher das Gefühl, einen guten, lebendigen  Beitrag zu unserem Gemeindeleben zu liefern und so werden wir voraussichtlich  - sicher keine 15 Jahre - aber noch einige Zeit mit Freude und Engagement weitermachen - für unsere Besucherinnen und auch für uns selbst!

Über diese  Frauen aus der Bibel haben wir nachgedacht

1992: Lea und Rahel; Die unbekannte Frau, die Jesu salbt;

 Lots Frau; Die Syrophoenizierin

1993: Abigail; Michal; Batseba

1994: Hanna; Esther; Maria und Martha

1995: Maria Magdalena; Maria und der 12-jährige Jesus im Tempel; Sara und Hagar

1996: Die verlorene Drachme;  Eva; Sara und Tobit

1997:  Schifra und Pua; Die Heilung der gekrümmten Frau; Caterina von Siena,

1998: Ruth; Der verlorene Sohn oder war es eine Tochter?;  Unsere Wege > Lebenswege  mit Stoffstreifen in einen Rahmen gezogen                                     

1999 – 2000: Saat und Ernte; Frost und Hitze; Tag und Nacht; Winter und Sommer

2001: Sophia die Weisheit  2002: Die Witwe von Sarepta

2003: Maria                    

2004: Die Töchter des Zelofad          

2005: Mirjam                 

2006: Lydia       

2007 Tamar

2008 Salome Mutter von Johannes und Jakobus

Gemeinsam erarbeiteten wir Gottesdienste über die verlorene Drachme (1997), den barmherzigen Samariter (1998), Sophia die Weisheit (2001) und die Frauen unter dem Kreuz (2002).

 

 

          

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   Evangelische Kirchengemeinde Gau-Algesheim/Ockenheim